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Richtig ernähren


Dass falsche Ernährung zu den häufigsten Ursachen von Krankheiten, Beschwerden und Unwohlsein gehört, ist seit Jahrtausenden bekannt und durch viele Aussprüche berühmter und weniger berühmter Leute belegt.


Falsche Ernährung kann einzeln oder in Kombination bestehen aus dem,

  • was wir essen und trinken
  • wieviel wir essen und trinken
  • wann wir es tun
  • wie wir es tun
  • was wir anschließend tun.

1. Was wir essen und trinken

Was das Angebot an Lebensmitteln anbetrifft, so haben wir in Deutschland trotz gelegentlicher Skandale einen der höchsten Lebensmittelstandards der Welt. Wir können unter einem großen Angebot von Lebensmitteln aussuchen und haben eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit, dass das drin  ist, was auf der Verpackung steht.

Dass Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich sind,
heißt aber noch lange nicht, dass sie gesundheitsfördernd sind.

Die meisten Menschen in unserem Lande wissen sehr wohl, welches die Merkmale einer gesunden Ernährung sind:

  • Drei gepflegte Hauptmahlzeiten (kein "fliegendes Frühstück", keine "Fast Food" am Tage)
  • Möglichst viel Abwechslung, keine einseitige Ernährung
  • Nur ausnahmsweise Fertiggerichte und Konserven
  • Viel frisches Obst und Salat; vitaminschonende Zubereitung von Gemüse
  • Fettarmes Fleisch und Wurst, fettarme Milch und Milchprodukte,
    mindestens einmal wöchentlich Fisch
  • Vorwiegend pflanzliche Fette
  • Mehr Vollkornprodukte als Weizenprodukte(Weißbrot, Brötchen, Kuchen)
  • Wenig Zucker, besser Süßstoff
  • Täglich mindestens 2 ltr. Flüssigkeit
  • Geringer Alkoholkonsum, auch Kaffee in Maßen

Wir entscheiden uns aber oftmals anders, vor allem aus Bequemlichkeit, Kosten- oder Zeitgründen. Durch Vitamin- und Mineralpräparate, erhältlich in Apotheken und Drogerien, sowie durch Nahrungsergänzungsprodukte, vorwiegend direkt vertrieben, lässt sich ggf. ein Vitamin- und Mineralmangel in unserer Ernährung kompensieren. Für den Verbraucher ist der riesige Markt kaum noch zu überschauen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, was für Sie vernünftig ist.

 

2.  Wieviel wir essen und trinken

Die Regel ist einfach: Man sollte mit Essen aufhören, wenn man satt ist. Wer mit Bedacht isst, merkt rechtzeitig, wann er satt ist. Wer das Essen aber runterschlingt, erfährt das Sättigungsgefühl zu spät. Wichtig ist, auf die Signale des Körpers zu achten und sie nicht zu überspielen. Getrunken wird meist zu wenig. Das erschwert die Verdauung und gefährdet Nieren und Harnwege. Kaffee und alkoholhaltige Getränke sollten aber in Maßen konsumiert werden.

 

3.  Wann wir es tun

Eine alte Volksweisheit sagt: "Esse morgens wie ein König, mittags wie ein Bauer und abends wie ein Bettler." Ein Teil unserer gesundheitlichen Probleme rührt daher, dass unser Lebensrhythmus von unserem Biorhythmus abweicht. So ist seit langem bekannt, dass der Darm abends seine Tätigkeit einschränkt. Wer also erst spät abends isst, trägt das Essen weitgehend unverdaut mit sich herum.


4.  Wie wir es tun

Wir sollten mit Bedacht an einem gedeckten Tisch essen. Lieber eine viertel oder halbe Stunde morgens früher aufstehen als gleichzeitig sich anziehen, in die Stulle beißen und am Kaffee schlürfen. Beim Essen sollten wir auch keine großen Probleme wälzen. Unser Innenleben verkrampft sich dann und erschwert die Verdauung.

 

5.  Was wir anschließend tun

"Nach dem Essen sollst Du ruhn oder tausend Schritte tun", sagt ein altes Sprichwort. Die Volksweisheit trägt der Erfahrung Rechnung, dass wir nach dem Essen müde werden. Im Berufsalltag ist es eine gute Sitte, nach dem Essen in der Betriebskantine mit Berufskollegen noch eine Runde um´s Betrtiebsgelände zu drehen, bevor man sich wieder an den Schreibtisch setzt. Keinesfalls sollte direkt nach dem Essen schwere körperliche Arbeit ausgeübt werden, insbesondere nicht in gebückter Stellung.

 

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